Achtung! Erreger und Keime in Pfützen können Hunde gefährden
Ist es nicht herrlich, wie die Sonne warm ins Gesicht scheint und es abends wieder länger hell bleibt? Aber Vorsicht, auch ein paar fiese Keime und Erreger werden wieder aktiver, weil sie in der Wärme bessere Bedingungen zum Überleben und Vermehren vorfinden, insbesondere in abgestandenen Pfützen. Aber solche Erreger können auch in kleinen Teichen oder Tümpeln zum Hundebaden lauern. Trinken Hunde aus der falschen Pfütze oder anderen stehenden Gewässern, besteht die Gefahr von Infektionen durch Krankheitserreger. Vor allem für Hunde mit geschwächtem Immunsystem können diese im schlimmsten Fall lebensbedrohlich ausarten. Lesen Sie jetzt im Beitrag mehr über einige Erreger in Pfützen, die Gefahren für Hunde bergen, welche Symptome sie auslösen können und wie Sie Ihrem Hund helfen, wenn er durch eine kontaminierte Pfütze krank wird.
Giardien in Pfützen gefährden Hund und Halter
Giardien sind Bakterien, die überall in der Natur vorkommen können, vor allem da, wo Wildtiere ihre Notdurft verrichten. Pfützen bieten auch für diese tückischen Einzeller beste Voraussetzungen, um sich dort einzunisten. Besonders häufig vermehren sich Giardien auch in Wasserlachen rund um Hundewiesen und Hundeparks.
Ein schwaches Immunsystem bei Hunden eröffnet den bakteriellen Erregern leichter Tür und Tor in den Körper, wenn sie aus einer kontaminierten Pfütze trinken.
Eine Infektion mit Giardien kann sich beim Hund durch Erbrechen, schleimigen Durchfall, Blähungen und auch dadurch zeigen, dass ein Hund plötzlich sichtbar an Gewicht verliert.
Unbehandelt kann eine Giardien-Infektion einen schweren und tödlichen Verlauf nehmen. Um Giardien loszuwerden, setzen Tierärzte Antibiotika oder Wurmkuren für Hunde ein.
Achtung! – Auch Menschen können sich mit Giardien infizieren, denn die Krankheit gilt ebenfalls als von Tieren auf Menschen übertragbare Zoonose.
Selten, aber schwerer Verlauf möglich – Listeriose
Listeriose ist eine Infektion, die durch Listerien entsteht und die etwa 11 bis 70 Tage nach Aufnahme ausbrechen kann. Listerien sind bakterielle Erreger und sie tummeln und vermehren sich beispielsweise im Sickerwasser von Silage. Somit können diese krankmachenden Bakterien vor allem in Pfützen in der Nähe von landwirtschaftlichen Betrieben gefährlich für Hunde und andere Tiere sein, wenn sie aus den befallenen Pfützen trinken. Und manche Hunde werden von stinkendem Zeug irgendwie magisch angezogen.
Eine Infektion mit Listerien ist zwar bei Hunden eher selten, kann aber, neben einem symptomlosen Verlauf, auch schwere, lebensbedrohliche Symptome verursachen.
Fieber, Durchfall und Erbrechen sind einige Anzeichen, die bei einer Listeriose oft auftreten. Hündinnen, die sich eine Listerien-Infektion einfangen, während sie trächtig sind, können dadurch ihre Welpen verlieren.
Wenn ein Hund eine seltsame, abnormale Körperhaltung, einen auf Druck schmerzenden Bauch oder Lähmungen zeigt, kann das auf eine Gehirnentzündung und Hirnhautentzündung durch Listerien hindeuten. Auch wenn ein Hund benommen wirkt, ohne erkennbaren Grund zittert oder andere neurologische Ausfälle hat, können das Zeichen dafür sein, dass die Listerien das Gehirn befallen.
Die Listeriose-Bakterien können frühzeitig mit einem Antibiotikum behandelt werden. Kommt die Behandlung bei schwerem Verlauf zu spät, kann Listeriose für Hunde tödlich enden.
Vorsicht! Durch Listerien können auch Menschen krank werden und eine Listeriose bekommen. Nur sehr selten durch Übertragung vom Hund, dafür aber von diversen kontaminierten Lebensmitteln.
So schnell haben Hunde Würmer aus Pfützen getrunken
Wobei man eher an Pflanzen am Wegesrand oder die reinen Hinterlassenschaften von anderen Tieren als Übertragungsweg denkt, sind Wurmeier und Wurmlarven. Aber auch die können sich in abgestandenen Pfützen verbergen und im Hund landen, wenn er seelenruhig das befallene Regenwasser aus Pfützen trinkt. Hat ein Hund Würmer eingesammelt, können die Symptome bei Magendarmproblemen und Gewichtsverlust anfangen und bis hin zu schweren Erkrankungen der Organe gehen.
Also es gibt mehr als genug Gründe, warum ein Hund nicht aus Pfützen trinken sollte. Gefährliche Erreger sind einer der wichtigsten davon. Was Sie Ihrem Hund zum Schutz vor Krankheitserregern anbieten können, dass er nicht aus Pfützen trinken muss, finden Sie in diesem Blogbeitrag.
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