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Angst vor Feuerwerk bei Hunden wegtrainieren? Diese Übungen können helfen!

Silvester ist kaum einen Monat her, knallt es draußen trotzdem schon wieder. Irgendwer in der Nachbarschaft feiert, natürlich mit einem tollen Feuerwerk. Raketen färben den verschneiten Garten bunt und Böller zerreißen die kalte Abendstille. Und Ihr Hund sitzt zitternd unter dem Tisch? So schön es für die Gäste auch sein mag, für Ihren Angsthund ist jedes Feuerwerk ein Schrecken, ob nun an Silvester, zur Geburtstagsfeier oder Hochzeit. Im letzten Beitrag haben wir die wichtigsten Übungen als Grundlage zum Training gegen die Angst vor Böllern und Feuerwerk erklärt. Im heutigen Beitrag finden Sie Übungen für Angsthunde, die auf dem Grundlagentraining aufbauen.

„Pattern‑Games“ gegen Angst vor Feuerwerkskörpern & Knallstress

Welche Trainingsmethoden helfen Hunden bei Angst vor Böllern? Besonders wirksame Übungen für Stresssituationen beim Hund können die „Pattern‑Games“ sein. Das sind kleine, immer nach dem gleichen Muster ablaufende Mini‑Übungen aus dem Trainingskonzept „Control Unleashed“ der Trainerin Leslie McDevitt. Sie geben dem Hund leicht verständlich und schnell Struktur und Sicherheit, wenn er sich beispielsweise durch laute Böller, sehr helle Raketen oder andere Stressfaktoren absolut unwohl fühlt.

Wie funktionieren Pattern‑Games gegen Angst für Hunde?

Beispiel 1: Drei‑Schritte‑Ritual (1‑2‑3‑Spiel)

So funktioniert es:
Sie gehen los und sagen mit ruhiger Stimme bei jedem Schritt: „Eins – zwei – drei“.
Bei „drei“ bekommt der Hund sofort ein Leckerli.
Wiederholen Sie die Schritte, bis Ihr Hund besser auf Sie achtet und sich Ihnen schon beim Losgehen direkt anschließt.

Sie können auch „Flick‑Flack‑Flupp“ oder jede andere Wortfolge nutzen, die für diese Dreischritt-Übung passt und auf die Ihr Hund gut reagiert. Oder wenn Ihr Hund das spannender findet, hüpfende Schritte, statt zu gehen.
Wichtig ist nur, dass Sie dabei immer die gleichen Kommandos oder Ausrufe für die Schritte verwenden und die Belohnung zum richtigen Zeitpunkt geben.

Wenn Ihr Hund den Ablauf verstanden hat, kann er sich in Stresssituationen, nun auf die Belohnung wartend, besser auf Sie konzentrieren, statt beim Krach vom Feuerwerk zu erstarren.

Beispiel 2: Guck‑hier‑guck‑da‑Spiel (Up‑and‑Down‑Prinzip)
Das klassische Spiel nutzt den Blickkontakt vom Hund zum Halter und den Fokus auf Handzeichen, Objekte oder Orte Ihrer Wahl, die dem Hund Sicherheit geben sollen.

Zeigen Sie Ihrem Hund abwechselnd Ihre Hände neben sich, auf die er sich konzentrieren soll. Ob rechts oder links zuerst, ist Ihnen überlassen. Damit Ihr Hund besser darauf reagiert, können Sie auch einen Signalton dazu einsetzen. Schnipsen, schnalzen oder pfeifen zum Beispiel, wenn Ihr Hund nicht davon erschrickt.
Schaut der Hund zu Ihrer gezeigten Hand, bekommt er eine Belohnung. Dasselbe Spiel mit der anderen Hand und im Wechsel. Sie können die flache Hand, den Handrücken oder die geschlossene Hand zeigen, sodass Ihr Hund darauf reagiert.
Mit der Zeit reagiert Ihr Hund schon darauf, wenn er die trainierte Handbewegung sieht. So soll er sich von der Angst vor Knallern und Raketen lösen und sich auf Sie konzentrieren.

Sie können statt der Hände per Handzeichen auch auf einen Gegenstand, ein Kuscheltier, Kissen, Spielzeug oder andere Objekte und Stellen zeigen, auf die sich Ihr Hund konzentrieren kann. Oder suchen Sie sich zwei kleine Gegenstände aus, die Sie zum Üben und um den Hund aus der Angst zu holen, überall hin mitnehmen können.
Wenn die Übung sicher sitzt, kann man auch statt Handzeichen Augenbewegungen testen. Also nur hinschauen, wohin sich der Hund für die Konzentrationsübung orientieren soll.

Kam die Übung beim Hund an, pendelt er im Idealfall so zwischen zwei sicheren Punkten und Ihnen, dass er sich nicht mehr „feststarrt“ oder in Angst verfällt.

Beispiel 3: Gucken erlaubt – aber ohne Stress (Look‑at‑That‑Spiel)
Am besten beginnen Sie mit eigenen leisen Geräuschen zu üben. Das ist für den Anfang besser als direkt mit echtem Feuerwerkskrach zu starten.

So sollte es ablaufen:
Der Hund hört oder sieht zunächst einen gedämpften Licht- oder Geräuschreiz, den Sie steuern. Zum Beispiel einfach leises Klopfen, Rascheln oder ein Lichtblitz mit einer hellen Taschenlampe.
Meist schauen Hunde dann, wo das herkommt – also schaut Ihr Hund im Idealfall kurz auch in Richtung des Reizes, der ihn bei voller Lautstärke und Intensität sonst schnell zur Verzweiflung bringt.
Schaut Ihr Hund danach zu Ihnen, ohne in Stress auszubrechen, kommt sofort die Belohnung, die Ihr Hund am meisten liebt, wie Kuscheln oder ein Leckerchen.

Damit soll der Hund lernen, dass er natürlich hingucken darf, aber ruhig bleibt und sich an seinem Menschen orientiert.

Mit diesem Hundetraining können Sie Angsthunden helfen, sich mehr auf Sie und sichere Fixpunkte zu konzentrieren und die Knallerei durch Raketen und Böller an Silvester und zu anderen Veranstaltungen besser auszuhalten. „Funktioniert“ gar nichts gegen die Angst bei Ihrem Hund, lassen Sie sich von einem Hundetrainer helfen, der die speziellen Bedürfnisse von Angsthunden kennt.

Lieben Sie Ihren Hund und möchten ihn am liebsten wie ein Baby nah am Körper herumtragen, einfach weil Ihnen danach ist, aber er ist einfach zu schwer? Oder gibt es andere Gründe, warum Ihr Hund nicht laufen kann, lange Spaziergänge nicht schafft, zwischen hektischem Stadtverkehr die Fassung verliert oder auf dem Motorroller sicher mitfahren soll? Dann schauen Sie sich unsere Hunderucksäcke an, in denen Ihr Hund sicher überall hin mitreisen kann.
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Bildquelle: KI generiert

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